Wein spuckt man. Bier schluckt man.

Wein spuckt man. Bier schluckt man.

Warum man Bier schluckt und Wein spuckt – das und vieles mehr erfährt man bei der Gnoss-Degustation, die ab Juni im Brauquöll in Appenzell angeboten wird.

Demnächst können Bier-Liebhaber und Interessierte verschiedene Appenzeller Spezialbiere in Kombination mit feinen Häppchen geniessen. Foodpairing unter dem Namen «Gnoss-Degu». Die Kombination von Bier und Essen folgt dem allgemeinen Trend, verschiedene Aromen und Geschmäcker zu kombinieren und Geniesserinnen und Geniesser zu einem neuen Geschmackserlebnis zu führen.

Die Brauerei Locher gehörte zu den ersten Brauereien, die Spezialbier anboten. Heute können wir aus über vierzig Biersorten wählen. Das überfordert wahrscheinlich nicht nur mich. Denn wo kann man schon mal das Leermond-Bier, das IPA, das Säntis Kristall Spezial oder den Schwarzen Kirstall kosten? Wer seine Bier-Vorlieben entdecken möchte, der kommt bei der gängigen «Bier-Degustation» auf seine Kosten.

Wer aber entdecken möchte, wie aussergewöhnlich Bier in Kombination mit Essen wirkt, der sollte die «Gnoss-Degu» besuchen.  Dort geniesst der Besucher das trockene Reisbier in Kombination mit Schlipferkäse. Dunkles Quöllfrisch mit Bierwurst und würzigem Appenzeller Käse oder das Holzfassbier mit Alpstein-Kaninchen. Ausserdem lernt Mann oder Frau dies und das rund um die Kunst des Bierbrauens.

Und, wie man Bier richtig verkostet:

  • Schaum: Hopfen ist für eine gute Schaumbildung verantwortlich. Grösste Feinde für eine gute Schaumbildung sind schmutzige Gläser und wenig Kohlensäure.
  • Farbe: Bierfarben sind sehr unterschiedlich. Hell, dunkel, klar oder trüb. Diese Farbnuancen werden massgeblich von der verwendeten Malzsorte geprägt.
  • Geruch: Wie ein Bier riecht, ist abhängig von der Biersorte. Je nach verwendeten Rohstoffen oder Brauarten sind bis zu 150 Aromen erkennbar.
  • Geschmack: Biere lassen sich in folgende Kategorien einteilen: herbes Bier, hopfiges Bier, malziges Bier, süffiges Bier, süsses Bier.
  • Spritzigkeit oder Rezenz: Darunter versteht man das «Prickeln» beim Trinken des Bieres. Die Spritzigkeit soll bis zum letzten Schluck anhalten.
  • Körper, Vollmundigkeit: Je hochprozentiger das Bier, desto vollmundiger schmeckt es.
  • Bitterkeit: In der Fachsprache spricht man von herbem Bier, nicht von bitterem Bier.
  • Abgang: Bier wird geschluckt. Auf diese Weise kann der Ausklang des Bieres besser beurteilt werden. Ein harmonisches Bier ist nicht bitter im Nachgeschmack, nicht aufdringlich im Mundraum und bringt keine verbleibende Säure oder Süsse mit sich.

Ja, deshalb schluckt man Bier. Ich geb der Gnoss-Degu ein «Daumenhoch»

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