Toi-toi-toi für HOI!!!

Toi-toi-toi für HOI!!!

In der Stripper-Komödie «Ladies Night» im Bernhard Theater Zürich lassen tanzende Männer als «Brunschlis Longstreet Strippers» die HOI-Badetuch-Hüllen fallen. Auch sonst spielt HOI eine wichtige Nebenhauptrolle.

Nein, mit toi-toi-toi! sind natürlich nicht die mobilen Plastik-Schissihäuslein gemeint. Die heissen Toi-Toi. Aber auch an solch einem nicht so stillen Örtchen kann man wünschen: Es möge gelingen! Denn das wünschen sich ja – zumindest laut Volksmund – die lampenfiebrigen Theaterleute vor dem Auftritt: Toi-toi-toi! Und HOI, das Appenzeller Biermischgetränk (HOI Ananas, HOI Mango, HOI Maracuja, HOI Moringa), erscheint in mehreren Nebenhauptrollen im munteren Männerstripperstück «Ladies Night» im Bernhard Theater Zürich. Dass einem am Tisch auch Essen und Getränke – beispielsweise HOI – serviert werden, ist grossartig. Wehrmutstropfen: Normalbier ist nicht Quöllfrisch.

Ausgerechnet der Veganer-Hippie verfügt angeblich über respektable Grösse unter der Hülle und den eigentlichen Star – unser HOI – im Korb.

Da geht es von Beginn weg Schlag auf Schlag zur Sache. Sechs Typen brauchen dringend Kohle. Die Idee: Strippen wie die berühmten Chippendales. Warum nicht? Wortwitz, Szenenapplaus und Lachsalven. Verführerisches Geschwänzel, spritzig-grandiose Eiertänzchen und herzergreifende Be- und Erkenntnisse. Der betuchte Veganer-Hippie spitzt auch mal mit einem scharfen Messer einen scharfen Ingwer, genau da, wo die Hip-Hopp-Machos sich immer hingreifen, um die schwere Fülle zu betonen. Eine männererfahrene Frau zeigt sechs mehr oder weniger frischen Adonissen, wo der Hammer eben nicht hängen soll. Und wo Frau am allerwertliebsten HOI sagt.

Der Bügler (sein Tanz) und der Vogler (sein Name); davor auf dem Bügelbrett unser berühmtes HOI.

Das Publikum mutiert mit jeder Szene mehr, jeder Pointe – und es sind einige – zu einem männergeilen Pulk von 500 Frauen, die beim grossen Auftritt der sechs recht unterschiedlich-ausgestatteten Supergeien mehrfach zum lustvollen Höhepunkt kommen sollen. Und: Hauptsache, dass am Ende die Kasse stimmt. Darauf trainieren die mehr und weniger agilen Amateur-Chippendales wie verrückt hin, wollen dazwischen aber auch alles wieder verzweifelt hinschmeissen.

Als Stripper rausgefault, als Moderatorin tiefschürfend: Darsteller*in Enzo Scanzi – zu Beginn noch Mann, total Pleite und am Ende.

Die Premiere gelingt am Ende: Das Publikum der 500 Frauen klatscht orgasmisch. Und nach mehreren Verneigungen fallen die schlussendlich auch die HOI-Badetücher hinter den milchig-transparenten Wellwänden. Ein illustrer Anblick. – Nun wurde also auch ich zur Frau umgebaut; zumindest für diesen turbulenten Abend. Da hett me gad no gfehlt, i de Woamböchs!

Nur das Ende der Vorstellung der «Brunschlis Longstreet Strippers»: Das dicke Ende kommt erst ganz am Schluss.

Wer also Lust auf eine lustvoll-lustige Schweizer Mundart-Komödie mit Hoch- und Tiefgang hat: «Ladies Night» featuring HOI läuft noch bis zum 6. April 2019!

Bravo! Bevor hinter der transparenten Wand auch die letzte Hülle – das HOI-Badetuch – noch fällt.

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