Sommer, HOI!

Sommer, HOI!

«Hoi du!» grüsst es mich frech von der Etikette im Getränkemarkt. «Hoi, HOI» grüsse ich gedanklich zurück und denke weiter: «Was mischen die Appenzeller nun in ihr Bier? Moringa-Blätter aus dem Hirschberg-Wald? Ananas aus Gais? Passionsfrucht aus Brülisau? Mango vom Lehmen?» Die Neugier lässt mich ein paar Flaschen zum Probieren in meinen Wagen legen.

So geschehen im letzten Sommer. 2018 – der «Jahrhundertsommer», in dem ich meinen Durst gerne mit einem leichten, eisgekühlten Biermischgetränk gelöscht und grossen Gefallen an den HOI-Bieren gefunden habe. Ich, die Weintrinkerin!

Die Geschichte hinter HOI ist nicht minder gefällig: Die Zutaten, mit dem das Bier gemischt wird, stammen von der Elfenbeinküste. Wer jetzt schon zum nachhaltigen Protest ansetzen möchte: Einmal kurz durchatmen und weiterlesen. Diese Bier-Idee ist nämlich aus einer Notsituation und deren Rettung entstanden und steht ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens der Brauerei Locher.

Es hat sich folgendermassen zugetragen: Johannes Dähler, ein Appenzeller, lebt seit den 1970er Jahren in Afrika, exportiert Ananas in die ganze Welt. Er arbeitet dabei vor Ort eng mit den Produzenten zusammen, sorgt für kurze Transportwege und sichert dadurch Kleinbauern ihre Existenz. Vor einigen Jahren musste der Abnehmer einer Ladung Maracuja Insolvenz anmelden. Das Schiff mit den Früchten war schon unterwegs nach Europa. Da hat sich Johannes Dähler an Karl Locher erinnert, der erfahrungsgemäss gerne experimentiert und offen für Ideen ist. Kurzerhand fanden die Maracujas einen neuen Abnehmer und die Bier-Landschaft Schweiz war um eine exotische Kreation reicher. Die Früchte reifen übrigens «zu Hause» vollständig, werden erst dann gepflückt und vor Ort schockgefroren. HOI unterstützt also nicht nur Schweizer Produzenten von Bier-Rohstoffen, sondern unterstützt auch Kleinbauern an der Côte d’Ivoire und schafft dort Arbeitsplätze.

Schmecken tut an einem heissen Sommertag wahnsinnig gut – gekühlt, natürlich.

Prost, hoi!

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