Quöllbisch … wenn ein Appenzeller viral geht

Quöllbisch … wenn ein Appenzeller viral geht

Simon Enzler ist die Stimme hinter Quöllbisch … dem gefitzten Appenzeller, der mit seinem Einachser unterwegs die Welt mit Appenzeller Bier bestückt. Ich wollte wissen, weshalb Simon Enzler, der erfolgreiche Appenzeller Kabarettist, bei der Brauerei Locher mitmischt und was er zu Quöllbisch meint.

Bianca: Simon, crazy – der neueste Kurzfilm «Quöllbisch – Royal Pub Ramble» geht viral. Allein auf FACEBOOK wurde er 38’000 Mal angeklickt. Ausserdem x-tausend Mal per whatsapp verschickt. Ein Riesenerfolg. Sag – wie kam es zum urchigen Appenzeller «Quöllbisch»?

Die Idee dafür kam von Karl Locher. Er hatte die Vision vom typischen Appenzeller, der die Welt erkundet und mit bestem Appenzeller Bier beliefert. Karl liess mir völlig freie Hand. Ich konnte von Beginn weg «Quöllbisch» so definieren, wie er mir gefällt.

Wie entsteht eine Geschichte?

Durch meine Arbeit als Kabarettist bin ich ständig unterwegs. Ich erlebe viele Menschen, lustige, spannende Situationen. Das gibt Stoff für Storys. Um eine Geschichte wie «Royal Pub Ramble» zu schreiben, muss ich aber einfach hinsitzen und arbeiten. So eine Idee springt mich nicht einfach an. Kreativität muss man ankurbeln. Habe ich eine Geschichte vor Augen, dann fasse ich diese in Worte und formuliere Bilder, die ich dazu sehe. Mit einer Art Drehbuch wende ich mich dann an den Animator Michèle Messmer. Was er daraus macht, ist absolut fantastisch.

Wieso denkst du, wird der aktuelle Clip so gern gesehen?

Ich bin eigentlich erstaunt, dass genau dieser Clip viral ging. Ich hätte das eher bei der Story über die Bierlieferung zur «Landsgemeinde» erwartet. Ich liebe London und verbringe jedes Jahr einige Tage dort. Und ich muss sagen, wie Michèle beim «Royal Pub Ramble» die Pubs, das Intérieur gezeichnet hat – ich bin absolut begeistert. Macht riesig Spass, mit ihm zu arbeiten. Irgendwie ist es schon typisch, dass dieser Clip so gut ankommt. Die Geschichte über einen Appenzeller im Ausland, der sich selbst treu bleibt und damit Erfolg hat.

Verändert sich eine Geschichte während der Umsetzung?

Ja – immer. Du kannst es dir ein bisschen wie Pingpong vorstellen. Der Ball fliegt über Wochen hin und her von Michèle zu mir und wieder zurück und am Ende stehen wir vor einer fertigen Geschichte. Gerade bei diesem Clip war die Schluss-Szene nicht optimal. Wir debattierten, bis mir plötzlich der Versprecher «Jesses Mari» in den Sinn kam. Er ist ein so freundlicher Typ, der Quöllbisch! Die Szene da – die ist herzerwärmend.

Die Stimmen im Clip – sind sie alle von dir gesprochen Simon?

Ja, die meisten Stimmen sind von mir gesprochen. Beim Clip «Der himmlische Auftrag» stammen alle Stimmen von mir – selbst meine Kinder glaubten das nicht. Ansonsten gibt es schon auch andere Sprecher. Die Stimmen in englischer Sprache im Clip von London stammen aber nicht von mir.

Sag Simon, welches ist dein Lieblingsbier?

Momentan bin ich völlig begeistert vom Ginger Beer. Ein super Produkt. Aber ich kann mich fast nicht festlegen – es gibt so viele feine Produkte aus der Brauerei Locher.  Dunkles Bier mag ich nicht so – obwohl – das Spezialbier «Schwarzer Kristall» ist auch fein …

Du bist Appenzeller. Und als Kabarettist in der ganzen Schweiz unterwegs. Hast du spezielle Erlebnisse in Bezug auf das Appenzeller Bier?

Ja, ich bin wirklich dauernd unterwegs. Spannend ist, dass die Brauerei Locher ihr Bier auch auswärtigen Wirtschaften zur Verfügung stellt. Ich bin «föchelig» gern in Basel – müsste ich in eine Stadt ziehen – ich würde Basel wählen. Die Basler sind sehr stolz auf alles, was sie haben. Es gibt dort zwei wichtige Biere. Das «Ueli-Bier» und das «Unser-Bier». Das «Unser-Bier» ist ein Produkt der Brauerei Locher. Da hab ich einen lustigen Moment erlebt. Ich stand auf der Bühne und wetterte: «Ihr habt ja nicht einmal ein eigenes Bier! Sogar euer «Unser-Bier» ist nicht euer Bier, sondern eben UNSER-Bier!».

Wo immer ich auch unterwegs bin … das Appenzeller Bier begleitet mich auch ins hinterste Tal der Schweiz. Gerade kürzlich war ich unterwegs im tiefsten Emmental, in Zollbrück. Dort wurde mir im Restaurant ein Bier aufgetischt. «Es Frömds», hiess es. Und woher kommts? Von daheim. Das ist schön, ein bisschen Heimat immer mit dabei. Quöllbisch ist unterwegs und liefert Bier. Und ich bin unterwegs und trinke Bier. Bier von daheim. In diesem Sinne. Prost!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Witziger Clip und gutes Interview. Es ist spannend die Hintergründe des Clips zu erfahren.

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