Mit Bruno Prina auf der B.Good-Baustelle & im Restaurant Burgwies zum Zmittag

Mit Bruno Prina auf der B.Good-Baustelle & im Restaurant Burgwies zum Zmittag

Quöllfrisch unterwegs in Zürich

Bruno Prina kennt die Stadt wie seinen Hosensack. Das Auto parkiert er am Limmatquai, dann gehts mit Schreibmappe unter dem Arm zügig ins Oberdorf. Ich immer flott hinterdrein. Ein Loch vor der Tür wird locker übersprungen.

3. B-Good Oberdorf

Die Restaurantkette B.Good – Food with Roots führt in der Schweiz zur Zeit drei Filialen in Zürich und eine in Basel mit nachhaltigem Essen und frischer Saisonküche aus der Region. Weitere B.Goods finden sich in Deutschland, Kanada und die meisten in den USA. Da sieht man mal wieder, wie schnell sich alles ändert in einer einst vertrauten Dörfli-Welt. Ich glaube, unbewusst habe ich bisher nur die Filiale an der Langstrasse schon mal wahrgenommen. Beim Warten auf den Bus.

Das B.Good Oberdorfstrasse, das Bruno und ich besuchen, ist eine Baustelle. Eine neue Lüftung muss eingebaut werden. Aufgrund des grellen Scheinwerferlichts von unten sehen wir alle aus wie Vampire. Untiere sind auch die Schatten an den Wänden. Und ein Appenzeller Bier-Zapfhahn für Offenausschank. Bisher führte man hier nur Flaschenbiere. Der Techniker Thomas Frei von der Brauerei Locher ist schon vor Ort. Er kümmert sich um die Montage des Zapfhahns. Mit ihm hat Bruno abgemacht, um den Montagetermin zu eruieren. Um uns herum wird gebohrt und gehämmert und besprochen. Dazu gesellt sich Martin Lechner, der für alle B.Good-Betriebe verantwortlich und selber Brau-Ingenieur sei. „Er ist die rechte Hand von Nicolas Jacobs“, führt Bruno später noch aus. In der Bilanz ist zu lesen, der Sohn des Schokoladen-, Kaffee- und Zeitarbeitskönigs Klaus J. Jacobs plane 500-600 Fastfood-Restaurants in Europa. Mit drei Konzepten: Die Hamburgerkette «B.Good», die Pizzakette «Stripped» sowie die Salatkette «Beetnut».

Martin Lechner bestellt bei Bruno noch 3dl-Willi-Becher. Dieser erneuert die Einladung an ihn und Nicolas Jacobs zu einem Besuch im Brauquöll in Appenzell. Nach kurzer Besprechung anhand von Plänen und der herumliegenden Teile und der Terminfindung geht es in den Mittag. Vorbei an der kleinsten, gleichzeitig auch ältesten Zürcher Bäckerei Vohdin gleich nebenan; aus Platzmangel erfolgt der Verkauf seit eh und je durchs Fenster. Thomas Frei kann nicht mit uns essen, also werden noch Kundengeschenke wie Säntis Malt Whisky und Brau & Kunst-Beer Secco aus dem Service-Fahrzeug umgeladen. Übrigens: Die B.Good-Filiale ist seit dem 10. November 2017 wieder geöffnet. Wir wünschen viel Erfolg & Prost!

4. Restaurant Burgwies

Im Restaurant Burgwies genehmigen wir uns gebratene Kalbsleberli mit Rösti. Alles frisch zubereitet und wunderbar gutbürgerlich. Bekannt für Cordon Bleu und Fondue – aber nicht nur!, heisst es auf der Website. Und dass hier das klassische Kalbsgeschnetzeltes Zürcher Art nach traditionellem Rezept mit Kalbfleisch und frischen Kalbsnieren zu geniessen ist. Bruno Prina wird von Sandra Lee begrüsst, als gehörte er zur Familie. Er habe schon den Vater ihres Mannes Freddy Lee viele Jahre lang gekannt. Sowieso könnte viele junge Gastwirte seine Söhne sein. Freddy Lee kocht im Moment selber, sucht aber einen geeigneten Küchenchef. Das sei sehr schwierig, sagt er als er eine halbe Stunde Zeit hat, sich an unseren Tisch zu setzen.

Auch hier werden die wildesten Geschichten ausgetauscht – vom harschen Männerwitz bis zur persönlichen Befindlichkeit. Und mit einem Arbeiter zusammen, schauen die beiden Handy-Föteli an und lachen wie Digital Natives der ersten Stunde. Natürlich wird auch noch Geschäftliches angesprochen. Nach dem Bezahlen und der Verabschiedung bringt Bruno Tischsets, Bierdeckel und Gläser hinein. Und schon flitzen wir um den See in Richtung Rote Fabrik.

Demnächst: Quöllfrisch unterwegs mit Bruno Prina im Ziegel oh Lac & im Restaurant Tre Fratelli.

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