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«IPA, Ginger hett me gärn…»

Die alkoholfreie Palette von Appenzeller Bier ist um zwei Biere reicher. Sie kommen aus meiner Lieblingsecke – Grund genug für eine Degustation.

«Schatz, am Wochenende machen wir eine Bier-Degustation.» «Cool!» «Es gibt neue alkoholfreie Produkte aus der Brauerei.» «Oh… Naja…» So oder ähnlich könnte sich der Einstiegsdialog abgespielt haben. Hat er sich allerdings nicht. Erstens spreche ich mein Degustationsgspänli nicht mit «Schatz» an und zweitens ist er ziemlich begeisterungsfähig, auch für 0-Prozentiges. Die Degustation der neuen alkoholfreien Produkte hat stattgefunden. Am Wochenende, im Garten. Mein «Lieblingsast» des Locherschen Produktefamilienbaumes ist nämlich seit kurzer Zeit um ein paar Zweige reicher: Das Ginger Beer und das IPA gibt’s neu auch ohne Alkohol.

Meine Idee für diesen Blogbeitrag war es, die gesamte alkoholfreie Palette von Appenzeller Bier zu vergleichen. Um die Degustation etwas spannender zu machen, wurde sie zur «Blind-Degu». «Das sind ja ganz unterschiedliche Geschmackssorten – ist ja voll einfach!» wendest du jetzt wohl ein, zu Recht. Aber der Spassfaktor war halt einfach höher. Und ich bin eine totale Null in Blind-Degustationen und habe tatsächlich auch dieses Mal zweimal falsch gelegen; siehe unten.

Und «blind» trifft nicht ganz zu: Die Gläser waren durchsichtig, die Bierfarbe daher klar erkennbar. Der erste Durchlauf war zur Orientierung und Einstimmung: Die Flasche vor uns, Bier im Glas, schnuppern, sehen, schmecken, schlucken. Beim zweiten Durchlauf wurden die Flaschen versteckt und das Bier verdeckt eingeschenkt. Dank des nicht vorhandenen Alkohols waren die Sinne nach der Einstimmungsrunde noch klar.

Alkoholfreie Biere
Die Degustationsauslegeordnung

Unsere Degustationsnotizen

Völlig subjektiv, gell!

Sonnwendlig: Das «Normale», ordentlich hopfiger Geschmack.

Zitronen-Panaché: «Citro, eigentlich» (O-Ton meines Degustationsgspänli). Ich finde das Zitronen-Panaché alkoholfrei unglaublich erfrischend und fein. Da scheine ich nicht die Einzige zu sein, denn momentan ist es im Onlineshop der Brauerei «out of stock».

Leermond: «Die Farbe ist golden, das Bier schmeckt ausgeglichen und rund.» So wollte ich es vom Sonnwendlig unterscheiden. Wollte…

IPA alkoholfrei: Schöne Amberfarbe, der Geschmack (typisch IPA) ist bitter. Ich schmecke «Minze, ein bisschen Tannenschösslig oder so». Mein Gegenüber schaut mich bei diesem Worten nur fragend an und stellt sein Glas nach einem Schluck wieder auf den Tisch. Er ist kein IPA-Fan. Egal, ob ohne oder mit ganz viel Alkohol.

Weizenbier alkoholfrei: Schon in der Nase ist dieses Bier fast süsslich, der typische Bananengeschmack ist klar erkennbar. Klar?!?

Ginger Beer alkoholfrei: Ich bin ja ein grosser Fan vom Ginger Beer mit 2,5%. Das Neue ohne Alkohol schmeckt etwas süsser als das mit. Und nach meiner Empfindung weniger erfrischend. Beim zweiten Schluck ist dann die Idee für eine weitere Blindverkostung geboren: Ginger mit vs. Ginger ohne. Keep you posted…

Das Verdikt

Mit dem Ginger Beer und IPA alkoholfrei gibt es nun auch ohne Alkohol fast für jeden Geschmack ein Appenzeller Bier. Während ich ein gekühltes, alkoholfreies IPA bereits als sommerliche Erfrischung im Kühlschrank stehen habe, muss sich das alkoholfreie Ginger zuerst noch gegen meinen Favoriten Zitronen-Panaché und vor allem gegen sein alkoholhaltiges Geschwister durchsetzen.

Je eine Flasche Ginger und IPA alkoholfrei
The new kids in town

Zum Schluss

Mein Degu-Partner hat alle sechs Biere halbblind erkannt. Ich habe beim Sonnwendlig und Weizenbier versagt. Soviel zum «unverkennbaren Bananengeschmack».

Und ja, mir ist bewusst, dass das Bschorle fehlte. Aber das wäre nun wirklich klar erkennbar gewesen.

In diesem Beitrag geht es um den Unterschied von «0,0%» und «alkoholfrei».

Das Zitat im Titel stammt aus dem Appenzeller-Bier-Fanclub-Lied von Frowin Nef. Die Zeile «ohni güggs chasch Leermond ha» könnte nun mit einer Auflistung der ganzen Palette erweitert werden. Das würde allerdings den Versfuss ordentlich durchschütteln.

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