Gran Alpin im Auge des Bestellsturms

Gran Alpin im Auge des Bestellsturms

Quöllfrisch unterwegs@home

Die Genossenschaft Gran Alpin kann im Moment keine Feldbegehungen durchführen. Das liegt an Corona (Gesundheit) und an Corona (Arbeit), denn: alle wollen Mehl. Alle wollen backen. Der Laden brummt.

Auf Antwort muss ich eine Weile warten. Denn Chloé Berli und Maria Egenolf haben in der Gran Alpin-Zentrale in Tiefencastel alle verfügbaren Hände voll zu tun. Alle wollen backen, schreibt mir Maria. Und in diesem Moment fällt mir ein, dass ich ja meine im Moment nicht erhältliche Zopfmehlmischung mit Urdinkel durch diejenige von Gran Alpin ersetzen könnte. Also bestelle ich eines der vielen Päckli, die sie da oben im Tal unten momentan zu versenden haben. Im April 2020 habe die Post die Rekordzahl von 17,3 Millionen Pakete verarbeitet, heisst es im Tagi vom 12. Mai. Nöd schlächt! Wenn der neue Online-Shop von Appenzeller Bier auch so läuft, sind es wohl im Mai 20 Millionen… 🙂

Sieht ruhig aus, aber der Ansturm ist in vollem Gange.

Während dem Lockdown habe ich zuhause immer einen schön gekühlten Vorrat an Gran Alpin Perla angelegt, um das Homeoffice-Feierabendbier auf Balkonien zu geniessen. Nein, kein Hamsterkauf im Teiggis, Reis und Schissipapier-Sinn. Allerdings war der Vorrat beim Coop in meiner Nähe manchmal auch gefährlich am Austrocknen war. Nun, das Paket kam im Eiltempo zu mir nach Hause, auch der Zopf ist vorerst gesichert. Allerdings muss man manchmal für die Hefe mehrere Läden abklappern. Denn auch in Zürich wollen alle backen. Anscheinend.

Wie Weihnachten: Das Bio-Päckli Zopfmehl, Pizzoccheri, Rollgerste, Gerstotto von Gran Alpin.

Und mittlerweile hat auch Chloé Berli etwas Zeit gefunden, um mir ein paar Zeilen und Fotos zu ihrer Corona-Befindlichkeit zukommen zu lassen:
Wir haben viel mehr Arbeit als vor dem Virus. Die Nachfrage ist extrem hoch. Die Läden bestellen mehr, aber auch Päckli verschicken wir viel mehr als sonst. Feldbegehungen sind im Moment keine geplant, da ja auch sonst alle Veranstaltungen abgesagt wurden. Darüber sind wir eigentlich froh, da wir sowieso keine Zeit dafür gehabt hätten. Falls wir im August wieder eine Feldbegehung durchführen, werden wir dir gerne Bescheid geben. Aufgrund des Virus haben wir unsere Arbeitsweise dem Lockdown angepasst, das heisst, immer die zwei gleichen Personen haben zusammen gearbeitet und wir versuchten so gut wie möglich Abstand zu halten. Dies haben wir mittlerweile gelockert. Nun waschen wir oft unsere Hände und desinfizieren sie mit dem Desinfektionsmittel von der Brauerei Locher, welches aus reinem Alkohol besteht. Auch für unser Geschäft haben wir Regeln eingeführt, die von den Kunden eingehalten werden müssen. Auf Masken haben wir verzichtet.

Teil der Grossbestellung der Landi Landquart; der andere Teil ist im Titelbild zu sehen.

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