Der letzte Schluck

Der letzte Schluck

In der Rubrik «Der letzte Schluck» sinniert der Autor von Zeit zu Zeit über Auf- und Zugefallenes unter dem Allerwelts-Himmel.

Es heisst doch, eine Idee liege in der Luft. Oder Geschichten tummelten sich auf der Strasse. Ob hintergründig, unterirdisch oder gar übersinnlich: «Der letzte Schluck» pickt einige auf und präsentiert sie angereichert mit stammwürzigem Gedankenzunder in dieser Rubrik. Da kann es um alles gehen. Um alles, worüber bei einem guten Schluck Bier nachgedacht, diskutiert, gewettert (nein, nicht getwittert!), gesimpelt und schwadroniert werden kann. Alles Menschlich-Allzumenschliche, worüber wir staunen, uns wundern, grübeln, den Kopf schütteln, die Nase rümpfen, verzweifeln, in Freudentaumel ausbrechen, drüber debattieren, drauf anstossen. Weiss der selten gewordene Nachwuchsfremdplatziervogel Kuckuck, dessen erster Ruf uns einstigen Kindern und Jugendlichen das Signal zum Barfusslaufen gab, was in dieser Wundertüte alles zum Besten  gegeben wird! Geschichten gibts genug, um den unbändigen Durst danach zu stillen. Denn menschliches Schalten und Walten erscheint von unterschiedlicher Warte betrachtet immer mal wieder ordli paradox. Und die Welt verändert sich von selbst, da können wir nicht viel mehr tun, als unser Bestes zu geben. Aber darüber schreiben, lesen und debattieren können und sollen wir. Das ist das Glas, aus dem «Der letzte Schluck» genossen wird. Irgendwie hat ja doch alles in unserem Erdenleben mit Bier zu tun. Oder sagt man nicht gar zu Nicht-Biertrinker*innen, etwas sei nicht sein Bier oder eben: Das ist mein Bier? Also: Nememe no äs, bhüeti!

Jeder gute Schluck eine Geschichte: Im Weine mag die Wahrheit liegen, im Biere liegt sie sowieso.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen