Das Plus von upside down

Das Plus von upside down

Hmmm. Warum man das naturtrübe Bier auf den Kopf stellt. Das erklärt uns Boris, Brauer der Brauerei Locher.

Das naturtrübe Appenzeller Bier ist ein Klassiker. Im Gegensatz zum filtrierten hellen Bier sind in diesem Bier noch alle Trübstoffe enthalten. Es ist ’nicht ganz fein‘, es weist noch kleinste Hefeteilchen auf. «Dieses Bier hat mehr Geschmack, ist würziger und man spürt das Hefearoma deutlich», meint Boris.

Ein Plus für naturtrübes Bier
In letzter Zeit wurden immer mehr gesunde Inhaltsstoffe im Bier entdeckt. Und einer davon ist eben Xanthohumol, ein natürlicher Bestandteil des Hopfens. Naturtrübe und Weizen-Biere enthalten besonders viel davon. Xanthohumol wird eine tolle Wirkung nachgesagt: So kann der Stoff das Wachstum von Krebszellen bremsen, die Knochen schützen und gegen Übergewicht oder bei Diabetes helfen. Reinhard Saller, Professor für Naturheilkunde an der Uni Zürich: «Bier ist, in niedrigen Mengen getrunken, ein Plus für die Gesundheit.» 

Filtrieren zerstört einen grossen Teil der Vitamine
Bier enthält zudem verschiedene Vitamine aus der Hefe, zum Beispiel Vitamin B5. Der Labortest ergab hier ein ähnliches Bild wie bei Xanthohumol: Industriell hergestellte Lagerbiere enthielten weniger Vitamin B5 als andere Biere. Dazu Experte Martin Zarnkow: «Wie beim Hopfen sind auch bei der Hefe viele gesunde Stoffe an Teilchen gebunden. In einem Lagerbier gehen sie durch das Filtrieren verloren.»

Upside down
Naturtrübes Bier trinkt man nicht einfach. Mann und Frau drehen es zuerst um und mischen dadurch die wichtigen Trübstoffe, die sich durch die Lagerung am Boden abgesetzt haben, wieder in das Bier. «Unsere Kundinnen und Kunden erhalten so das Bier, das wir abgefüllt haben», erklärt Boris. 

Also dänn. Upside down und Prost. 

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