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Azra Zulfic packt ein

Bestellst du dein Quöllfrisch, BrandLöscher, deine Tschipps oder brewbee-Pizzas oft im Onlineshop der Brauerei? Freust du dich auch immer wie ein kleines Kind an Weihnachten, wenn der Lieferdienst dir dein Paket bringt? Das Gefühl kenne ich. Zwischen den zwei Klicks – dem deines Zeigefingers auf den Button «Bestellung absenden» und dem des Fingers des Transporteurs auf die Klingel neben deiner Haustüre – liegen einige Arbeitsschritte. Die meisten davon werden von einer Person ausgeführt: Von Azra Zulfic, verantwortlich für den Onlineshop-Versand.

Azras Arbeitsplatz befindet sich in der hintersten Ecke des umfassenden Lagerbereichs in der Brauerei. Ich folge Ernst Wanner vom Marketing durch enge Gänge, sich klickend öffnende Türen und um scharfe Ecken, dann sind wir bei Azra. Sie strahlt mich an, Ernst verabschiedet sich und schlängelt sich zurück zwischen den Kisten, Paletten und Harassen. Es ist ruhig hier, Hektik spüre ich keine. Zwischendurch schaut einer von Azras Kollegen vorbei, legt Waren ab oder wirft einige Worte ein, ansonsten können wir uns auf unser Gespräch konzentrieren.

Azra, bitte erklär uns, was bei einer Onlinebestellung passiert: Wie kommen die bestellten Waren zu mir nach Hause?

Jede Bestellung löst eine E-Mail an mich aus, mit dem Bestellschein als PDF. Diese E-Mail erhält auch die Person, die bestellt hat. Ich drucke den Bestellschein aus und prüfe ihn. Wenn wir etwas nicht an Lager haben, löse ich einen internen Auftrag aus. Das betrifft hauptsächlich die frischen Pizzas, aber auch Whisky- und Bierwürste, die ich beim Metzger beziehe oder die Weine aus dem Getränkemarkt Ziel.

[Anmerkung MIT: Der Onlineshop umfasst längst nicht mehr «nur» das Appenzeller-Bier-Sortiment, sondern enthält eine vielfältige Auswahl an verschiedenen Produkten aus der Region.]

Und dann…?

Urs, einer unserer Chauffeure, holt diese Waren im Jakober, beim Getränkemarkt oder bei der Metzgerei ab und bringt sie mir. Ich löse in der Zwischenzeit die interne Lieferung aus für die Artikel, die hier im Haus sind: Bier, Tschipps, Whisky, CréaCeto und so weiter. Das Computer-Programm generiert den Lieferschein sowie die Versandetikette und die Leute von der Kommissionierung stellen mir eine Palette mit allen Artikeln zusammen. Dann packe ich die richtigen Waren ins Paket der Kundinnen und Kunden, lege Flyer und ein kleines Geschenk dazu und mache das Paket versandfertig.

Wie kommt das fertig gepackte Paket nun zu mir nach Hause?

Ich lade alle gepackten Pakete auf eine Palette. Die maximale Höhe beträgt 1,8 Meter und die Kanten der Pakete müssen möglichst genau aufeinander liegen. Nachdem ich das Ganze mit Schrumpffolie umwickelt habe, die alles zusammenhält, gehen die Paletten in die Logistik. Dort wird es einmal pro Tag von unserem Transportpartner abgeholt und ausgeliefert. Zwischen Eingang der Bestellung und der Auslieferung liegt maximal ein Werktag – ausser an Wochenenden und bei Feiertagen.

Gibt es Zeiten, in denen der Laden mehr brummt als an anderen?

Vor den Festtagen, vor allem vor Weihnachten, bestellen die Leute viel mehr. Auch, wenn ein Newsletter verschickt wurde, merken wir das sofort an der Bestellmenge. Wenn zum Beispiel Quöllfrisch in Aktion ist, ist das Interesse riesig, dann hat auch schon eine Person fast eine ganze Palette gekauft. In solchen Stosszeiten unterstützen mich zwei Personen aus dem Team, damit die Pakete ebenso zeitnah verschickt werden, wie gewohnt. Im Gegenzug helfe ich in der Kommissionierung beim Umpacken von Kisten, wenn es bei mir mal ruhiger ist. Mittlerweile sind unsere Abläufe eingespielt und gut strukturiert. Wir sind ein Team, dann geht es schon miteinander.

Erzählst du uns ein bisschen mehr über dein Team?

Die Abteilung «Kommissionierung» besteht aus 13 Personen. Wir sind ein gutes Team, haben einen schönen Umgang miteinander und lachen viel.

Was schätzt du an deiner Arbeit?

Neben dem Team mag ich vor allem, dass mein Tag abwechslungsreich ist. Da die Bestellungen sehr unterschiedlich sind, packe ich niemals das gleiche Paket zweimal. Ich mache meine Arbeit gerne und schaue, dass ich sie gut mache. So, dass es für die Kundinnen und Kunden passt.

Ich arbeite 80 % an fünf Tagen und mache eine längere Mittagspause, damit ich zu Hause bei den Kindern sein kann. Ich kann selbst einteilen, wann ich die Arbeit erledige, wichtig ist, dass sie rechtzeitig erledigt ist.

Seit wann arbeitest du für die Brauerei Locher?

Ich bin arbeite seit fast drei Jahren bei der Brauerei. Zuerst war ich als Reinigungskraft tätig, habe dann aber gekündigt – aus diversen Gründen. Matthias Willi, der damalige HR-Verantwortliche, hat mir daraufhin eine neue Stelle angeboten. Der Onlineshop war recht gewachsen und es brauchte eine Person, die für den Versand verantwortlich ist. Ich bin geblieben und bin nun diese Person.

Was ist dein Lieblingsprodukt der Brauerei?

Brewbee Paprika Tschipps und Sea Salt mag ich.

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